Am Samstag, den 12. Juli, machten wir uns morgens mit gepackten Sachen auf den Weg. Nach einer kurzen Zeit waren wir in Preetz, um einen riesigen Berg Übernachtungssachen abzuladen. Dann fuhren wir weiter nach Plön, um uns wieder nach Preetz aufzumachen.
Dafür waren wir dieses Mal mit Booten unterwegs. Als erstes mussten wir über den „großen“ Kleinen Plöner See. Wie erwartet kam auch gleich die erste Hürde. Wir mussten mit hohen Wellen, starkem Wind und Hagelkorn mäßigem Regen klarkommen. Wegen des schlechten Wetters mussten wir dicht zusammen bleiben und sollten die Buchten ausfahren, damit wir nicht auf den See hinausgetrieben wurden. Nach weiteren Strapazen mit dem Wetter erreichten wir am frühen Nachmittag den Fischer in Wahlstorf. Dort machten wir unsere verspätete Mittagspause und kauften uns eine heiße Schokolade, ein Fischbrötchen oder ein Eis. Danach war es nur noch ein kleines Stück bis zum PTSV (Preetzer Turn- und Sportverein), wo wir zelten durften (Danke!).
Kurz bevor wir unser Ziel erreichten, passierte doch noch ein kleines Unglück. Die hohen Wellen liefen in die Gepäckluke von Sandras Boot, in der ihr kleiner Sohn Bero saß. Doch es kümmerte ihn nicht, er fand es eher lustig. Zum Glück waren alle anderen aber einigermaßen trocken, als der Zeltplatz erreicht wurde und der Aufbau der Zelte erfolgte ohne Probleme. Abends kochte Gerda auf dem Campingkocher ihre legendäre Nudelsuppe, bei deren Zubereitung einige Kinder tatkräftig mithalfen. Anschließen grillten wir leckeres Fleisch. Danach kamen einige Mädchen auf die Idee, in dem kalten Schwentinewasser zu baden. Die Jungs bevorzugten die Boote, riskierten aber, ins Wasser geschmissen zu werden. Es war ziemlich kalt, und die Wasserpflanzen und Algen waren sehr unangenehm. Wir fanden, wir hatten uns eine heiße Dusche sehr verdient. Schließlich verzogen sich nach und nach alle in ihre Zelte. Und zum Glück für die Erwachsenen wurde es eine ruhige Nacht, da alle sehr müde waren.
Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, um unseren Zeitplan einzuhalten. An der dünnsten Stelle der Schwentine versammelten wir uns für ein Gruppenfoto mit ca. 20 Booten nebeneinander. In einem Stück nahmen wir die Strecke von Preetz bis „Totengrund“ auf. Dort machten wir eine gemütliche Pause mit einer lustigen und angenehmen Massageeinheit. Wir begegneten unerfahrenen Kanadierfahrern, die von Gerd und Henning aus dem Wasser gefischt werden mussten. Der Rest der Fahrt verging sehr schnell und nachdem wir in Raisdorf übersetzen mussten (kaputte Bootswagen inklusive) waren wir auch schon in Klausdorf. Unsere Zelte waren inzwischen von netten Eltern aus Preetz abgeholt worden, so dass sich die Gruppe am Kanuheim verabschieden und jeder nach Hause fahren konnte.
Von Charlotte und Merle
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