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Von ersten Wellen und sanften Paddelschlägen

So einiges scheint bei der alljährlichen Wochenendtour der „Paddeln für Einsteiger“-Gruppe mittlerweile Tradition zu werden: die landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Strecke vom Kleinen Plöner See über Preetz nach Klausdorf, die zumindest temporäre Notwendigkeit von Regenjacke und Hut sowie Gerdas kleine Suppenküche - eine Ansammlung zahlreicher Campingkocher, in denen schon bald nach Erreichen des Zeltplatzes in Preetz eine willkommene Stärkung brodelte.
Dass die Nudelsuppe am Abend bei herrlichem Sonnenschein zu genießen sein würde, war noch bei der Ankunft am Startpunkt nicht absehbar: Strömender Regen verzögerte in Plön das Klarmachen der Boote. Auch unterwegs warteten noch der eine oder andere Windstoß und so manch kleiner Schauer. Doch was kann einem Regen schon anhaben, wenn man exakt die richtige Geschwindigkeit paddelt, um pünktlich mit der dicksten aller Regenwolken beim Fischer in Wahlstorf mit einem heißen Kakao unterm schützenden Dach zu sitzen? ;-)

Die Belohnung für den ersten Tag gab’s nach der Überquerung des Lanker Sees (nach Erzählungen aus dem Vorjahr bereits gefürchtet…) mit dem Eintreffen in Preetz: Sonne! Ein Teil der altersmäßig bunt gemischten Gruppe ruhte sich nach dem Errichten des kleinen Zeltdorfes auf dem Kanugelände des Preetzer TSV auch erstmal in der Wärme aus, während die Jugend gar nicht genug vom Wasser bekam und noch bis zum Einbruch der Dunkelheit fröhlich ihre Runden vor dem Steg drehte. So gemütlich, wie der Abend nach dem gemeinsamen Grillen schließlich ausklang, sollte es auch am nächsten Morgen weitergehen…

… mit Frühstück unter blauem Himmel und mit frischen Brötchen (danke, Sabine!). Danach ein Novum vor dem Ablegen: Dehnungsübungen in großer Runde. Ob auch daraus eine Tradition wird? Die Massagekette bei der ersten Sonntagspause am „Totengrund“ jedenfalls hat zweifelsohne schon jetzt Tradition und ist mit 13 Personen nahezu rekordverdächtig!
Mit sanften Paddelschlägen vorbei an gut bewachten Entennestern und geduckt hindurch unter tief hängenden Ästen ging es langsam dem Heimatsteg entgegen. Nicht zu vergessen auf diesem Wegstück: das Übersetzen in Raisdorf.

Ob Bootsverstauung auf dem Autodach oder das Zusammenbauen von Bootswagen für den Transport von Aus- zu Wiedereinstiegsstelle, die Herausforderung, von einem (scheinbar) viel zu hohen Steg aus ins Boot zu klettern oder das Einsetzen in einen Strömungsabschnitt - alles wurde gemeistert und gegebenenfalls erlernt! Während sich die Einen durch ihre ersten Wellen kämpften, arbeiteten die fortgeschrittenen Kanuten zwischendurch an diversen Paddeltechniken. Und wann immer irgendwo eine helfende Hand benötigt wurde, war jemand zur Stelle.

In diesem Sinne: Schön war’s!

 

(Andrea C. Bayer)


Plöntour 2009


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