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Lange ist es her, dass die Jugendgruppe eine Sommertour nach Schweden gemacht hat, doch in diesem Jahr war es mal wieder so weit. Am 7. August ging es früh morgens um 7:00 am Kanuheim los, um die reservierte Fähre in Puttgarden zu erwischen. Zwei randvoll beladene Autos, ein Anhänger und 10 Personen machten sich auf den Weg. Das erste Ziel sollte Växjö sein, um sich dort mit den nötigen Informationen bezüglich des ersten Übernachtungsplatzes zu versorgen. Wir entschieden uns für einen kleinen Platz in Gransholm, der sich als sehr gemütlich, günstig und mückenfrei herausstellte. Der Besitzer stattete uns abends noch einen kleinen Besuch ab und erwies sich als sehr gastfreundlich, wie so viele Schweden, die wir auf dem weiteren Weg treffen sollten.
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Bei bestem Wetter machten wir uns dann am nächsten Morgen auf den Weg. Zwar wurden wir am Abend und in der Nacht von Mücken verschont, hatten dafür aber am Morgen gleich drei Wespenstiche zu beklagen. Nach ca. 1km mussten wir das erste Mal umtragen, was sich als langwierige und anstrengende Zwischenetappe herausstellte und uns nicht wirklich Mut machte für das zweite Umtragen, bei dem wir quer durch ein Freilichtmuseum mussten. Hier gab es zur Belohnung allerdings erstmal eine zünftige Brotzeit mit Vorbeck´schem Brot und eigenem Aufschnitt/Aufstrich. Wir erreichten dann unseren Übernachtungsplatz gegen 20 Uhr, bauten unsere Zelte auf und machten uns auf einem flachen Felsen, der nebenbei als Steg diente, ans Kochen. Am nächsten Morgen mussten wir auf Wassersuche gehen, da die Vorräte zur Neige gingen und für den nächsten Tag keine Trinkwasserquelle angegeben war. Die ersten beiden Scouts kamen nach einer Stunde erfolglos zurück, sodass wir uns mit sieben Mann noch mal auf den Weg machten. Wir fanden zwar die Quelle, die in der Karte verzeichnet war, diese erwies sich aber als Gartenschlauch, aus dem ein wenig braune Suppe kam. Da niemand auf dem dazugehörigen Bauernhof zu Hause war, versuchten wir es bei den Nachbarn, und hatten Glück. Wir freuten uns über gefüllte Behälter und die Nachbarn über ein paar Kronen.
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Unsere Zickzackfährte sollte dann eigentlich in Blidingsholm enden, nahm allerdings schon einen Tag vorher in der Nähe von Hulevik ein jähes Ende, da ein Kochunglück uns nach Hause zwang. So mussten wir (Malte, Tim, Martin) ersteinmal nach Blidingsholm paddeln (25km), um dort das eine Auto (Polo) zu holen, mit dem wir nach Gransholm (80km) fahren konnten um das zweite Auto (Sprinter) zu holen. Nun mussten wir wieder nach Blidingsholm um den Anhänger zu holen, da leider nur der Sprinter eine Anhängerkupplung hatte. Gegen 17 Uhr kamen wir dann mit beiden Autos und dem Anhänger in Hulevik an um den Rest der Gruppe, das Gepäck und die Boote aufzusammeln. In der Zwischenzeit hatte es auch angefangen zu regnen, so dass die vorzeitige Rückkehr bei keinem große Trauer auslöste.
Gegen 20 Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg, gönnten uns einen kleinen Mitternachtsimbiß bei BurgerKing, raubten den Autofahrern durch ein nächtliches Fußballspiel (3 Uhr) in der Schlange vor der Fähre den letzten Nerv und kamen dann ohne Probleme um 6 Uhr in Klausdorf an.
Diese Tour, bei der wir ca. 120km zurücklegten, wird bei allen in Erinnerung bleiben. Dies lag zum Einen am Wetter und an der Landschaft aber vor allem auch daran, dass die Gruppe bestens harmoniert hat, jeder dem Anderen geholfen hat und alle von Anfang bis Ende Spaß hatten. Daher soll diese Tour im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden …
Die folgenden Tage bestanden dann immer aus Paddeln, selbstverständlich bei bestem Wetter, Baden, bei bestem Wetter, Kochen und Essen. Kleine Erkundungsspaziergänge tagsüber zählten ebenso zum Programm wie Nachtwanderungen und Geschichten am Feuer bis tief in die Nacht.
Martin