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Schwedentour 2009



Auch in diesen Sommerferien war die Jugendgruppe wieder unterwegs zum Sommer-Urlaub nach Schweden. Unterwegs mit zunächst noch 3 Autos und einem Anhänger ging die Reise natürlich wieder über Dänemark und die dänischen Fähren nach Schweden - genauer nach Bengtsfors.Unter neuer Leitung und einigen neuen Gesichtern waren wir alle sehr aufgeregt, wie es werden würde. Da wir die Strecke ja schon von der Tour 2007 kannten, war es ein leichtes wieder nach Bentsfors zu finden, jedoch aber trotzdem eine große Überraschung als wir feststellten, dass dort eine Dalsland Kanu-Rally stattfand ("Dalsland Kanot Maraton"), bei der jede Menge Paddler an den Start gingen und wir keinen Platz zum Übernachten in Bengtsfors fanden.


Nach einigem Suchen ließen wir uns dann auf dem Gelände eines Bootsverleihers zwischen Bengtsfors und  Vårvik nieder und schlugen unsere Zelte auf.

Am nächsten Morgen entschieden wir dann, fürs erste auf den benachbarten See umzusteigen, da die Anzahl an Marathon-Teilnehmern stetig wuchs und die ausgeschriebenen Campingplätze am Lelång mit großer Sicherheit belegt sein würden. Wir machten uns also auf den Weg Richtung Årjäng.




Auch auf diesem See waren viele Kanuten unterwegs und wir musste einige Zeit nach einem geeigneten Platz zum Zelten suchen, der noch nicht belegt war. Wir stellten unsere Zelte im Wald auf und einige gingen zunächst Schwimmen. Hierfür war der Platz ideal - man konnte von Insel zu Insel schwimmen.

Gegen Abend nach dem Essen überraschten uns in Großzahl die Mücken. Die Zu-Hause-gebliebenen mögen in den Nachrichten oder von anderen Kanuten von einer Art Mücken-Plage in Schweden gehört haben. Das können wir definitiv bestätigen - aber wir hatten natürlich vorgesorgt - Mückennetze für alle.




Am folgenden Tag machten wir uns vom Wald-Platz auf nach Gustavsfors. Unterwegs erwischte uns allerdings das "Schiet-Wetter" und wir mussten vor einem Gewitter davonfahren. In Gustavsfors angekommen mussten wir zuerst unseren Kanadier flicken, da sich dieser während der Flucht vor dem Gewitter immer weiter mit Wasser gefüllt hatte und wir beim Ankommen ein winziges Loch fanden, das dafür verantwortlich war. Das anschließende Essen wurde durch das Angebot des Restaurants im anliegenden "Hotel" mit Kanuvermietung, auf deren Gelände wir zelteten, Pizza zum kleinen Preis zu bestellen. Die Pizzen waren eine schöne Abwechslung zu Dosen-Ravioli und Tütensuppen.

Das Dorf Gustavsfors stand auf unserer Karte fast genau so groß geschrieben wie Bengtsfors und wir gingen davon aus, das hier einiges zu entdecken sei, doch am nächsten Morgen mussten wir feststellen, dass dort außer Ferienhäusern und des "Hotels" dort lediglich noch ein kleiner Supermarkt war, der weit ab vom See, an der Straße in Richtung Bengtsfors lag.



Gegen Mittag kamen wir zurück von der Entdeckungstour und brachen mit den Booten auf. Endlich kamen wir auf den Lelång und inspizierten einen Campingplatz, der sich schon 2007 als perfekt bewiesen hatte, doch leider war auch dieser komplett belegt.

Wir entschieden uns wieder Bengtsfors ins Visier zu nehmen und fuhren gen Süden auf der Suche nach einem Camping-Platz, den wir für uns beanspruchen konnten. Wir fanden einen perfekt-gelegenen Platz direkt am Wasser, auf dem noch niemand war und ließen uns bei sonnigem Wetter nieder. Nach diversen kleineren Erkundungstouren mit den Booten und einem klasse Bastelprojekt ging auch der vierte Tag vorbei.

Früh morgens am fünften Tag fiel dann die Entscheidung: unser eingeplanter Ruhe-Tag sollte auf diesem Platz verbracht werden. Wir widmeten uns also wieder unseren Basteleien und ruhten uns einen Tag aus.

Am Morgen des sechsten Tages kam uns vor der Abreise ein erneutes Unwetter dazwischen. Wir versammelten uns in der typischen Schutzhütte des Camping-Platzes und warteten auf ein Ende des Regens. Es gab nur ein Problem - es hörte einfach nicht auf. Als der Regen endlich vorbei war, war es auch schon Abend. Die Nacht nutzten wir noch zu einigen Späßen, aber wir wussten, dass der nächste Tag der letzte sein würde.





Am siebenten Tag fuhren wir zurück zum Startpunkt unserer Reise - der Campingplatz zwischen Bengtsfors und Vårvik, wo wir die Autos und den Anhänger abgestellt hatten. Dort angekommen luden wir die Boote auf und trugen die Sachen, die nicht mehr in die Autos passten, um sie vom Lelång zum Campingplatz zu bringen, durch den Wald. Als wir nach der Gepäcktour ankamen, mussten wir feststellen, dass eins der Autos mit offener Motorhaube da stand. Wir hofften es sei nichts schlimmes, doch auch dieses Mal hatten wir Pech. Das Kühlwasser lief aus dem Motorblock und auch der zu Hilfe geholte Mechaniker, der vom ADAC geschickt wurde, konnte das Auto nur noch mitnehmen, um es in Bengtsfors in der Werkstatt zu reparieren. Mit nur noch 2 Autos mussten wir also am kommenden Morgen mit 3 Leuten weniger nach Hause fahren. Zum Glück übernahm der ADAC die Hotelkosten für die 3 im Ausland-gebliebenen. Unser übriggebliebenes Essen stellten wir den 3 natürlich zur Verfügung, damit sie nicht auch noch Essen bezahlen müssten.


Um Mitternacht waren wir dann wieder zurück in Klausdorf, dezimiert und ziemlich müde, doch wir hatten wieder sehr viel Spaß in Schweden gehabt - auch trotz der vielen Improvisation. Einmal mehr ein super Urlaub!


Sandro


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