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Mittwochstouren 2005

Die folgenden Bilder sollen einen Eindruck der Aktivitäten der Seekajakguppe geben.

 

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2. März

Endlich ist es so weit. Das erste Mal "Paddeln am Mittwoch" in diesem Jahr. Es ist bitterkalt und wir haben noch ziemlich viel Schnee. Franz ist eine halbe Stunde früher gekommen, um den Weg vom Bootshaus zum Steg freizuschaufeln. Das Einsteigen vom schneebedeckten Steg ist halsbrecherisch. 



9. März

Der Schnee ist weniger geworden. Es ist auch nicht mehr ganz so kalt wie letzte Woche. Da die Sonne scheint sind heute 11 Mitpaddler und Mitpaddlerinnen gekommen. Auf dem Boot bildet sich beim Paddeln eine Eisschicht. Eisschollen treiben uns auf dem Rückweg entgegen. Heute ist der Tag der kalten Füße.



16. März

Endlich ist der Schnee geschmolzen. Heute ist es das erste mal mit 14°C Lufttemperatur schön warm. Der Himmel ist grau in grau und das Licht sehr düster. Eine Zeitlang umflattert uns eine kleine Fledermaus, die wohl vom Hunger getrieben sogar im hellen unterwegs ist. Der Eisvogel, der uns sehr dicht an sich vorbeigleiten lässt, fliegt gerade in dem Augenblick auf, als meine Kamera noch mit dem Einjustieren beschäftigt ist.



23. März

Die ganze Woche war es wieder kalt. Heute aber haben wir 11 °C. Trotzdem können wir nicht auf die Kieler Förde Paddeln, denn nur Gerda hat einen Trockenanzug an. Wir nehmen uns vor, am nächsten Mittwoch unsere Trockenanzüge mitzubringen und die Erstbefahrung der Förde im Rahmen der Mittwochstouren zu wagen.



30. März

Gestern rief mich Thomas an und fragte, ob ich mit ihm seinen neuen Zweier Probe fahren möchte. "Na klar, wenn es auf die Förde geht". Und so hatten wir heute unsere Trockenanzüge und Schwimmwesten dabei. Das Wasser in der Förde hat zur Zeit ungefähr 5 °C. Der Wind hat heute Nachmittag auf Windstärke 6 zugenommen. Da der Wind aber aus Ost kommt, bilden sich in der Schwentinemündung keine nennenswerten Wellen.



6. April

Heute konnte ich nicht am Mittwochspaddeln teilnehmen. Ich habe stattdessen mit Klaus die Durchführung des demnächst in Klausdorf stattfindende RST (Regionales Sicherheitstraining) durchgesprochen. Im Anschluss haben wir einige Übungen auf der Schwentine ausprobiert. Dabei sind wir anfangs Richtung Oppendorfer Mühle gepaddelt und im Anschluss in Richtung Wellingdorf. Das alles hat so lange gedauert, dass wir die übrigen Mittwochspaddler leider nicht mehr getroffen haben.



13. April

Trotz trüben Wetters und zeitweilig leichtem Regen sind heute wieder 13 Paddlerinnen und Paddler gekommen. Die meisten fahren bis nach Wellingdorf und ersparen sich das Gerödel mit dem Übersetzen und der Ausrüstung für die Förde (Wassertemperatur nur um die 6°C). Es geht das Gerücht um, dass wieder ein großer Wal in der Förde sein soll, was extrem selten vorkommt. Also fahren einige bis nach Kitzeberg zum "Whale-Watching". Leider wurde der Wal nicht gesichtet.



20. April

Als wir heute auf dem Rückweg den Ostuferhafen passieren, bemerken wir, dass die dort liegende Fähre plötzlich schwarze Rauchwolken ausstößt. Die Ladeluken schließen sich und auch die "Leinenlosmacher" stehen schon bereit. Halten oder Weiterfahren? Wir entscheiden uns für Weiterfahren. Wir geben ordentlich "Gas" und hoffen, daß die Fähre nicht gerade jetzt ablegt. Als die Fähre sich mit einem Achtungs-Signal vom Kai löst, sind wir bereits einige hundert Meter weiter kurz vor der Übersetzstelle in Wellingdorf.



27. April

Heute regnet es während der ganzen Paddeltour. Drei unentwegte paddeln trotzdem bis in die Hörn; vorbei an Werften und Fähranleger. Wir machen nur eine kurze Pause im Boot und fahren dann direkt zurück. Zum Aussteigen ist das Wetter einfach zu ungemütlich. Als wir in Klausdorf ankommen sind wir aber froh, dass wir trotz des schlechten Wetters losgefahren sind.



4. Mai

Der heutige Termin Überschneidet sich mit unserer diesjährigen Familientour (Mecklenburger Seenplatte), weshalb nur zwei Paddler am Mittwochspaddeln teilnehmen. Einer kehrt bereits in Wellingdorf um, der andere bleibt in der Schwentinemündung und ergründet die gepflogenheiten der Regattasegler, die jeden Mittwoch just zu der Zeit starten, wenn wir die Startlinie der Segler passieren. Dann wird es oft eng, denn die Segler fahren quer zur Hauptfahrtrichtung in diesem Teil der Kieler Förde.



11. Mai

Glück gehabt! Heute Nachmittag lag eine sehr große, sehr dunkle Regenwolke über Kiel. Kurz nachdem wir in Richtung Förde starten verzieht sie sich jedoch in Richtung Ostsee. Nach dem Übersetzen in die Förde zerlegt sich Olafs Steuerung, so dass wir auf Gegenwindkurs zum Kieler Kanu Klub fahren. Die Reparatur ist schnell erledigt und so sind wir bald darauf wieder unterwegs in Richtung Wik. Auf dem Rückweg genießen wir die Gastronomie des KKK und sind froh, dass wir die Kieler Förde noch vor Sonnenuntergang verlassen können.



18. Mai

Auf dem Weg nach Kitzeberg haben wir heute ganz schön viel Wind. Zwei Paddler kehren bereits in der Schwentinemündung um. Die Segler, die vor ihrer Regatta-Startlinie kreuzen, sind heute zahlreich und schnell. Deshalb warten wir einige Minuten und lassen die erste Gruppe erst einmal losfahren. Dann drücken wir uns an der Kaimauer entlang in Richtung Förde. Hier sind die Wellen leider ziemlich kappelig. Zum Glück haben wir trotz aller Widrigkeiten keine Verluste zu verzeichnen.



25. Mai

Nachdem wir heute die ersten zwei Windungen der Schwentine hinter uns gelassen haben, haben wir eine alte Bekannte getroffen. Es ist die Rotwangenschildkröte, die schon seit einigen Jahren in der Schwentine zu Hause ist. Nach einer kurzen Tour auf der Förde (leider musste ich heute früher umdrehen) sind mir auch zwei weitere Bekannte begegnet. Zum Einen die Möwe, die auf dem Dalben des Segelvereins brütet, zum Anderen das Blässhuhn, das schon seit einigen Jahren auf der gleichen Insel aus Treibgut an der Übersetzstelle in Wellingdorf sein Nachwuchs aufzieht. Auch dem Eisvogel bin ich heute begegnet. Er hat sich aber wieder nicht Photographieren lassen.



1. Juni

Mir ist immer noch nicht klar, ob es einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Teilnehmer und dem Wetter gibt. Wenn es einen gibt, dann lautet er jedenfalls nicht : "Je schöner das Wetter, desto mehr Paddler kommen am Mittwoch". Heute war es wechselhaft und die Zahl der Teilnehmer war groß. In der Schwentinemündung lag heute die "Esperanza", das Flagschiff von GREENPEACE. Das Schiff wurde gleich ausgiebig als Photohintergrund missbraucht. Bei der Durchsicht der Bilder fand ich aber diese Gegenlichtaufnahme, die vor Kitzeberg aufgenommen wurde, wesentlich schöner.



8. Juni

Seit ein paar Wochen hat die LKW-Fähre, die am Ostuferhafen ihren Liegeplatz hat, einen neuen Abfahrtstermin. Gerade zu der Zeit, zu der wir Sie passieren wollen, legt sie ab. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir in Zukunft eine viertel Stunde später starten. Das entspannt auch die Lage an der Startlinie der Regattasegler in der Schwentinemündung.

 



15.Juni

Heute herrscht große Aufregung bei den Seekajakern. Ein Photograph möchte ein paar Bilder für den Vereinkalender schießen, der im nächsten Jahr zum Jubiläum erscheinen soll. Deshalb wird ein Kurs abgesprochen und eine Zeit ausgemacht. Erstaunt bin ich darüber, wie schwierig es ist, dreizehn Paddler zu koordinieren. Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es uns aber doch, in einer Reihe nebeneinander zu fahren und nicht zu weit auseinander zu driften. Auf die Photos bin ich sehr gespannt.



22. Juni

Traditionell geht´s am Kieler-Woche-Mittwoch zuerst zur Besichtigung der zahlreichen Traditionssegler in die Hörn (Spitze der Kieler Förde) und dann entlang des Förde-Westufers zum Kieler Kanu Klub. Mit etwas Glück passen unsere 18 Boote auf den Steg des KKK. Dann stürzen wir uns ins Getümmel auf die Kiellinie und versorgen uns mit Backfisch und einem Bier an einer der Zahlreichen Buden. Der Lärm der Live-Musik begleitet uns während der Rückfahrt über die Kieler Förde.



29. Juni

Heute sind sehr viele Seekajaker nach Kitzeberg gekommen. Mit den Paddlern der Kanuvereinigung Kiel (KVK) und dem Kieler Kanu Klub (KKK) sind es wohl 25 Boote. Zum ersten mal in diesem Jahr ist das Wasser der Förde so warm, dass einige von uns Kenterrollen und Wiedereinstiegstechniken üben. Auf dem Rückweg schläft der Wind ein und wir genießen den lauen Sommerabend.



6. Juli

Da außer mir zur Zeit noch einige andere Paddler im Urlaub sind, ist die Teilnehmerzahl am Mittwochspaddeln heute sehr gering. Auf der Kieler Förde tummeln sich aber auch ohne uns reichlich Boote.



13. Juli

Bei bestem Wetter geht es heute nach Kitzeberg zum Pichnicken, Baden und Sonnenbaden. Das Fördewasser hat mit ca. 21 °C eine optimale Temperatur. Ein kleiner "Wehrmutstropfen" bei dem schönen Wetter ist, dass es am Strand von Badegästen nur so wimmelt. Obwohl noch Urlaubszeit ist, erreichen wir heute fast unsere durchschnittliche Teilnehmerzahl.



20. Juli

Ich muss heute allein auf Tour gehen, denn außer mir ist keiner zum paddeln gekommen. Wahrscheinlich ist die Urlaubszeit und das wechselhafte Wetter daran schuld. Am Himmel ist dafür umso mehr los. Mal ist der Himmel strahlend blau und kurze Zeit später bei aufbriesendem Wind mit schwarzem Wolken verhangen. Als ich auf dem Rückweg bin, setzt Flaute ein und es beginnt heftig zu regnen. Aber zum Glück kommen auch wieder andere Zeiten.



27. Juli

Nach einem langen Arbeitstag bin ich heute eine Stunde zu spät am Kanuklub und muss allein nach Kitzeberg paddeln. Dort angekommen (niemand hat noch mit meinem Erscheinen gerechnet), bestelle ich mir erst einmal was zu Essen und zu Trinken. Auf dem Rückweg bin ich froh, dass ich nach der einsamen Paddeltour am letzten Mittwoch und der Solo-Tour heute nun wieder in der Gruppe paddeln kann. Es gibt viel zu erzählen.



10. August

Ganz schön viel Wind heute! Bei Windstärke 6 und einigen kräftigen Böen wäre eine Paddeltour auf der Kieler Förde nass, ansträngend und nicht ganz ungefährlich geworden. Deshalb drehen wir noch vor Erreichen des Hafens um und lassen uns vom Westwind nach Klausdorf zurückschieben.



17. August

Man merkt deutlich, dass die Urlaubszeit hierzulande bereits zu Ende ist, denn heute sind viele Seekajaker auf der Kieler Förde unterwegs. Bei diesem Spitzenwetter bleiben wir etwas länger am Strand und müssen unsere Trödelei promt mit einer "Nachtfahrt" auf der Schwentine bezahlen.



24.August

Es scheint so, als hätten wir unsere Abfahrtzeit umsonst um eine viertel Stunde verschoben. Die LKW-Fähre macht immer noch Probleme, da ihre Abfahrtzeit variiert. Heute müssen wir wieder warten, bis sie abgelegt hat. Zum Ausgleich genießen wir das Picknick am Kitzeberger Strand.



31. August

War das eine Überraschung! Auf dem Rückweg nach Klausdorf wurden wir von Chris´ U-Boot überholt. Sein Traum: einmal auf der Bugwelle Wellenreiten. Das ist natürlich zu gefährlich, und so vergnügte er sich auf den Seitenwellen.



7. September

Heute treffen wir am Strand von Kitzeberg drei PaddlerInnen vom HdK. Ein wenig Fachsimpeln und über den Tellerrand des eigenen Vereins hinwegzuschauen ist immer interssant. Ich habe den Eindruck, dass es Mittwochs immer mehr Kajaker auf der Förde gibt. Heute begegnen wir drei Gruppen mit je ca. 10 Teilnehmern. Mit uns macht das um die 40 Seekajaker. Glücklcherweise wird es zum Herbst wieder weniger.



14. September

Als ich auf der Arbeit losfuhr sah das Wetter gar nicht gut aus. Der Himmel war bedeckt und der Regen schien sich als Dauerregen festsetzen. Als ich kurze Zeit später im Boot sitze, ist die Bewölkung aber bereits aufgelockert und während der Paddeltour scheint überwiegend die Sonne. Der Wind bläst mit 4 Beaufort und wird auch am Abend nicht weniger. Dies werte ich als ein Zeichen dafür, dass der Sommer dem Ende entgegen geht. Der Vorteil des Spätsommers: Mit Wellen und Wind kann man viel Spaß haben.



21. September

Ein herrlicher Spätsommerabend. So ein Photo wie dies wird von vielen Betrachtern in die "Kitschkiste" einsortiert. Das Abendlicht ist für eine kurze Zeit aber wirklich so. Die Tage sind nun schon merklich kürzer und viel Zeit für ein Picknick bleibt nicht mehr. Aber bis Kitzeberg schaffen wir es noch und sind rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder auf der Schwentine.



28. Septemper

Langsam wird´s eng. Zu einem gelungenen Mittwochspaddeln gehört natürlich auch ´ne Kleinigkeit zu essen. Wenn wir nicht gerade Picknicken, kehren wir gern irgendwo ein, um den größten Hunger zu stillen. Heute müssen wir so lange auf das Essen warten, dass wir fürchten, die Überquerung der Förde nicht mehr im Hellen zu schaffen. Und zu allem Überfluss kreuzt auch noch ein Polizeiboot auf der Innenförde. Als es weit genug entfernt ist, huschen wir schnell über die Förde und erreichen kurz vor dem Polizeiboot die Übersetzstelle in Wellingdorf. Auf kulinarische Genüsse müssen wir wohl bei den noch verbleibenden Mittwochstouren dieses Jahres verzichten.



5. Oktober

Eigentlich hat keiner mehr damit gerechnet, dass wir heute noch einmal nach Kitzeberg fahren. Die Zeit ist extrem knapp, und so müssen wir auf einen Landgang verzichten. Wenn wir das nächst mal hier an Land gehen, wird es wohl bereits April sein.



19. Oktober

Nun beginnt die harte Zeit des Jahres. Ab heute können wir bei unseren Mittwochstouren nicht mehr auf die Förde fahren, da es zu früh dunkel wird. Also genießen wir beeindruckende Herbstfärbung der Bäume an der Schwentine. Da wir bei den letzten Mittwochstouren immer im dunkeln zurückkamen, ist es schön, mal wieder im Hellen in Klausdorf anzukommen.



26. Oktober

Das war´s für 2005. Wenn wir uns im März 2006 wieder zum Paddeln treffen, werden wir unsere Touren leider ohne unsere Stammfahrer Kim und Chris machen müssen, den die kehren nach vier aktiven Paddeljahren im Dezember in ihre Heimat Süd-Afrika zurück. Wir wünschen ihnen alles Gute und schöne Paddeltouren am "Kap der guten Hoffnung".


Thomas Driller



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