Am ersten Mittwoch im März beginnt für die Klausdorfer Seekajaker die Saison der Mittwochstouren. Was wir 2010 zwischen zeitigem Frühjahr (oder doch eher noch Winter?) und Herbst auf unseren Touren zwischen Schwentine und Kieler Förde so erleben, halten wir in wenigen Worten und Bildern fest:
| 25. August Nun sind wir also wieder da, wir Schwedenfahrer! Noch vor wenigen Tagen im Sommerurlaub unterwegs, bekommen wir heute erste herbstliche Anzeichen zu spüren: Luft- und Wassertemperatur sind niedriger als vor drei Wochen und der Wind pustet mit 4 bis 5 Bft. über die Förde. Die 16-Uhr-Gruppe kommt uns schon kurz vor der Schwentinemündung entgegen – der Wind hat sie von der Weiterfahrt Richtung Förde abgehalten. Zu sechst "wagt" das 17-Uhr-Team die Rutschpartie auf den Hafen und genießt sichtlich das Spiel in und mit den Wellen. In stillschweigender Übereinstimmung verzichten wir auf den obligatorischen Stopp in Kitzeberg und paddeln durch bis Möltenort. Ein sportlich-schöner Abend!
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| 18. August Der Mittwoch-Nachmittag beginnt mit Hindernissen: eine Paddlerin stürzt mit dem Fahrrad und kann nicht mitpaddeln. Eine andere läßt ihr Boot fallen, kann zwar mitpaddeln, aber nicht mehr mit dem eigenen Kajak. Auf dem Rückweg treffen wir auf die 3 Paddler/innen der 17-Uhr-Gruppe, die trotz des böigen Windes noch auf die Förde wollen. Der Nachmittag klingt dann aber mit Sonnenschein und ohne Probleme aus.
(i.V. Sabine)
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| 11. August Nun sind die beiden Mittwochsgruppen auf insgesamt 7 Paddler zusammengeschmolzen. In Gedanken sind wir bei den Schweden-Urlaubern. Ob die auch so schönes Wetter haben? Die Gewitterschauer sind abgezogen und die Sonne strahlt. Allerdings bläst uns nach der Bootsrutsche in Wellingdorf ein heftiger Süd-West-Wind entgegen. Das Gros der Gruppe kehrt daher an der FH um und paddelt noch bis zur Oppendorfer Mühle. Dort ist trotz des Regens die Schwentine sehr flach. Nur 2 Paddler machen sich auf gen Förde. Frank vom ETV verhindert, dass die Mittwochs-gruppe zum Mittwochspärchen schrumpft und begleitet uns bis Möltenort. Dort lindern wir den Schmerz der Einsamkeit mit einer in Flensburg gebrauten Hopfenkaltschale... Schweden...? Pffff...
(i.V. Sabine u. Andy)
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| 4. August Ferienzeit. In einigen Tagen brechen neun Mittwochspaddler auf, um Schwedens Küsten unsicher zu machen. Daher heute auf der Agenda: Erfahrungsaustausch in Sachen Outdoorabenteuer! Lektion I: Normales Shampoo funktioniert nicht in Verbindung mit Salzwasser. Schlussfolgerung: Bis Sonnabend muss Spezialshampoo her! // Lektion II: Für eventuellen Schuhtausch vor Abreise Erkundigungen über die Schuhgröße der Mitpaddler einholen! Schon so manche Gummisandale hat offenbar auf Tour das Zeitliche gesegnet… // Lektion III: Ein Hocker, sei er noch so klein, muss mit. >> Diese These gilt es, zu prüfen. Mal sehen, was ich nach 14 Tagen "Bodenkontakt und Thermokissen" sage... Fazit: In drei Wochen sehen wir uns in dieser Runde wieder – um einige Erkenntnisse, Erlebnisse und Anekdoten reicher!
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| 28. Juli Ob er jetzt vorbei ist, der Sommer? Vom Traumwetter der letzten Wochen verwöhnt, passen der kleine Schauer auf dem Hafen sowie Wind und Wellen auf der Förde erst mal nicht so recht ins Bild. Die Regenhüte werden ausgepackt. Die Reaktion ob der zarten Schaumkronen auf dem einen oder anderen Wellenkamm fallen unterschiedlich aus. Vor Mönkeberg dann die Entscheidung: heute fällt das Picknick aus. Der Großteil der Gruppe wendet den Bug in den Westwind, nimmt Kurs auf den KVK und damit auf die Aussicht auf einen gemütlichen Becher Kaffee. Zu fünft tauschen wir diese Aussicht gegen Wellenspaß bis Möltenort. Der Himmel reißt auf. Warmes Abendlicht strahlt durch die Wolkenschichten - die perfekte Kulisse für's Zusammentreffen der beiden Gruppen auf dem Hafen! Nein, er ist noch nicht vorbei, der Sommer...
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| 21. Juli Es ist ein buntes Bild, das sich den 17-Uhr-Paddlern bei ihrer Ankunft in Kitzeberg bietet: die Wasserkante wird von zahlreichen Booten gesäumt; etwas höher am Strand sind schon die Picknickdecken ausgebreitet. Die 16-Uhr-Gruppe ist extrem erstarkt und regelmäßig schließen sich uns inzwischen auch Kanuten der Nachbarvereine an. An die 20 Paddler sind so heute an unserem Traditionspausenstrand versammelt. Es ist ein friedlich-ruhiger Abend – bis sich eine bedrohlich dunkle Wolkendecke über die Förde schiebt. Eben noch konzentriert mit dem Üben der Eskimorolle beschäftigt, heißt es zumindest für die kleine Abordnung, die noch ein Stück weitergepaddelt ist, nun: "Mal eben einen Schlag reinhauen!" Ich glaube, in diesem Tempo habe ich die Strecke Möltenort – Klausdorf noch nie bewältigt…
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| 14. Juli Bald ist unser mittwöchlicher Abenteuerspielplatz um eine Attraktion ärmer: drei der am Ostuferhafen aufgelegten Frachter der Reederei Offen sind nach Griechenland verkauft und verlassen spätestens in einem Monat die Kieler Förde. Kein Wunder, dass bei traumhaftem Sommerwetter also noch mal ein Phototermin zwischen Auflegern und Litauen-Fähre angesagt ist! Baden, Eskimotieren, Wiedereinstieg üben – das 21 Grad warme Wasser lädt Stammpaddler wie "Mittwochsneulinge" gleichermaßen dazu ein, sich in Kitzeberg mit oder ohne Boot vor dem Traditionspicknick im kühlen Nass auszutoben. So lässt sich der schleswig-holsteinische Hochsommer mit seinen 30 Grad (plus) Lufttemperatur recht gut ertragen!
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| 7. Juli Fußball-WM 2010, Halbfinale, Deutschland gegen Spanien – so sieht die heutige "Konkurrenz" zum Mittwochspaddeln aus. Das wirklich Erstaunliche: trotz der populären Parallelveranstaltung liegt die Teilnehmerzahl bei uns heute über dem Durchschnitt. Lustig zu beobachten ist die unterschiedliche Ausprägung der Fußballeuphorie der Klausdorfer Paddler: Der Erste kehrt bereits in Wellingdorf um, um pünktlich zum Anpfiff daheim zu sein. Der repräsentative Großteil lässt sich in Kitzeberg zwar Ernies Geburtstagskuchen schmecken (--> Danke!), fährt dann aber schon bald wieder zurück, während ein nicht unerheblicher Rest noch recht lange am Strand verweilt, die Saison des Outdoor-Rollentrainings eröffnet und schließlich die fußballbedingte Leere auf der Kieler Förde genießt.
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| 30. Juni "Schlemmen auf der Kiellinie" war letzte Woche. Heute heißt es wieder "Schlemmen in Kitzeberg". Als die 17-Uhr-Gruppe an ihrem Traditionsplatz anlegt, ist das gemütliche Mittwochspicknick schon in vollem Gange. Und nicht nur das: wie ich erst auf dem Rückweg erfahre, haben die 16-Uhr-Paddler am heutigen Tage noch vor der Strandankunft von uns später Gestarteten die Badesaison eröffnet. Den Geburtstagskuchen aber (--> Danke, Claudia!) haben wir uns doch alle verdient: nachdem sich die Kieler Förde den ganzen Juni hindurch weitgehend ruhig und friedlich gezeigt hat, gibt es am letzten Tag des Monats noch etwas Wind und kleine Wellen. Herrlich!
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| 23. Juni Auch heute hat unser maritimer Abenteuerspielplatz einiges zu bieten: es ist Kieler Woche! Marita hat zur traditionellen Kieler-Woche-Tour geladen und alle Klausdorfer Mittwochspaddler legen gemeinsam um 17 Uhr ab. Ziel gemäß Ausschreibung: "Schlemmen auf der Kiellinie." Mit wechselnder Besatzung (Umkehrer, Neuzugänge von ETV und KVK) bewegt sich die gut 20 Mann starke Flotte zunächst Richtung Hörn. In einem KVK-Boot getarnt kommt uns auf dem Hafen unsere Tourinitiatorin Marita entgegen. Jetzt sind wir vollzählig! Es geht vorbei am russischen Segelschulschiff "Krusenstern", hinein in die bunte Welt der Traditionssegler an der Hörn und dann hinüber zur Anlegestelle KVK. Backfisch, Bratwurst, Bier – das Ziel "Schlemmen auf der Kiellinie" ist erreicht!
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| 16. Juni Abenteuerspielplatz Förde: Wie oft habe ich schon damit geliebäugelt, mit meinem kleinen Paddelboot zwischen den mächtigen Aufliegern am Ostuferhafen hindurchzugleiten? Mit größter Freude schließe ich mich heute also dem in der Vorwoche begonnenen Spiel an. Zu viert entschwinden wir aus dem warmen Licht einer beispiellosen Abendflaute, hinein ins Dunkel muschelbewachsener Schiffsrümpfe. Wir vertrödeln die Zeit. Es ist 21.45 Uhr, als wir – die letzten drei der um 17 Uhr gestarteten elfköpfigen Mannschaft – Klausdorf erreichen. Der Abenteuerspielplatz lässt einen eben einfach nicht los: allmittwöchlicher Ritt durch's Feld der Segelgenossen; Kleingruppenplausch bis Kitzeberg; Picknick oder Weiterfahrt; Matjespause in Möltenort; stillschweigendes Genießen der malerischen Abendidylle – nein, Langeweile kommt hier nicht auf!
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| 9. Juni Bei trübem Licht und in Erwartung eines Regenschauers treffen wir uns heute zu unserer Fördetour. Hans-Joachim hat sich vorge-nommen, den Einbaum zu testen, der seit Jahren im Bootshaus liegt und muss schnell feststellen, dass das Boot zu klein für ihn ist. Er geht einfach unter (--> Fotos zu "Bilder der Saison"). Zu zehnt starten wir in Richtung Förde, Hajo kommt nach. In Wellingdorf dreht Helga um, bei den fünf Frachtern weitere vier Paddler. Zu fünft geht's weiter zum Picknick nach Kitzeberg. Dort treffen wir die Paddler aus unserer Slomo-Gruppe. Bei dem einen oder anderen Regentropfen verspeisen wir die übriggebliebenen Kuchen des Fests vom Wochenende. Auf dem Rückweg will Jörg ausprobieren, ob man zwischen zwei der fünf Auflieger (Frachter) durchkommt. Er kehrt um, als die Passage zu eng wird.
(i.V. Kolbsche)
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| 2. Juni So macht Feierabend Spaß: wolkenloser Himmel, Temperaturen um die 20 Grad und dazu ein paar kleine Wellen auf der Förde. Segler an Segler tummelt sich auf dem Hafen. Alle warten sie auf den Start der Mittwochsregatta. – Traumkulisse! Wir mogeln uns brav-ordentlich an der Seite vorbei. In Kitzeberg dann die Mittwochs-Standardfrage: should I stay or should I go? Die Mehrheit ent-scheidet sich für Bleiben und Picknick, drei paddeln noch bis Möltenort. Auf dem Rückweg verliere ich den Überblick: 14 Boote in Klausdorf gestartet. 3 bis Wellingdorf gepaddelt, 11 auf die Förde. Am Strand auf die 16-Uhr-Gruppe gestoßen, 5 an der Zahl. 3 weiter gepaddelt bis Möltenort. Ablegen Kitzeberg: 17 Boote. Da stimmt 'was nicht! Oder? Doch! Da ist ja noch der Kollege vom ETV. – Vielleicht sollten wir die Statistik an anderer Stelle führen!
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| 26. Mai Rückkehrzeit: 21 Uhr. Es ist lange her, seit ich das letzte Mal diese Uhrzeit ins Fahrtenbuch eintragen konnte. Bei aller Ulkerei zu Beginn dieser Paddelsaison: Jetzt können wir wirklich von Sommer sprechen. Die Tage sind endlich lang genug, die Temperaturen angenehm und dem Kitzeberg-Picknick steht nichts mehr im Wege. Wobei… Während Gerda, Doro und Claudia uns sieben (fünf kehrten in Wellingdorf um) bereits am Strand empfangen und die Ersten aus den Booten klettern, setzt sich bei mir der Paddel-drang durch. Ich möchte weiter. Das ruhige Wetter genießen. Auf dem Wasser. Zu viert paddeln wir also los – weiter bis nach Möltenort und, frisch gestärkt (wie gut, dass ich Kuchen mit-hatte...), zurück in unseren Heimathafen. Rückkehrzeit: 21 Uhr.
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| 19. Mai Nun endlich ist es so weit. Wir haben zum ersten Mal in diesem Jahr über 20 °C Lufttemperatur und es fühlt sich an, wie im Sommer. Heute sind wir zu zwölft auf dem Weg nach Wellingdorf. Weiter geht es nach Kitzeberg mit leicht reduzierter Mannschaft. Nun sind auch die Segler wieder unterwegs und führen sich auf, als gehöre ihnen die Förde! Wir lassen uns aber den Spaß nicht verderben und treffen uns in Kitzeberg zum Picknick mit Teilnehmerinnen unserer Seekajak-Slomo-Gruppe, die bereits dort auf uns warten. Das Picknick fällt etwas mager aus, vielleicht müssen wir uns nach dem langen Winter und dem kalten Frühling erst ans Picknicken gewöhnen.
(i. V. Kolbsche)
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| 12. Mai ESPERANZA, die Hoffnung – das Motto des heutigen Tages: am Morgen HOFFE ich insgeheim, dass um 17 Uhr außer mir keiner am Kanuklub eintrifft. Zu heftig prasselt der Regen herab. Gegen 13 Uhr setzt sich die Lust am Paddeln durch – ich HOFFE, dass auch noch der Nieselregen nachlässt. Mein Wunsch wird erhört: Punkt 17 Uhr sitzen wir zu acht in den Booten und ich HOFFE, dass ich meinen Hut getrost im Gepäcknetz lassen kann. Gegen 18 Uhr HOFFE ich, dass sich meine nur noch sporadische Teilnahme am Mittwochspaddeln in Sachen Kondition in den Wellen nicht rächt. Aber nein: ich schaffe es bis nach Kitzeberg und wieder zurück auf den Hafen, wo wir uns nach dem herbstlichen Fördenebel zu viert unter der einzig leuchtenden HOFFNUNG des Tages tummeln – dem Regenbogen des Greanpeace-Schiffs ESPERANZA!
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| 5. Mai Zwölf Paddler haben sich um 17:00 Uhr am Bootshaus eingefun-den, um sich in die Boote zu schwingen. Bei schönem Sonnen-schein, aber recht kühler Luftemperatur, geht's nach Wellingdorf. Unterwegs entdecken wir wieder eine von unseren Schwentine-Schildkröten, die an bekannter Stelle ein Sonnenbad nimmt (wie wir hoffentlich auch bald wieder in Kitzeberg am Strand). Sieben Paddler – heute eine reine Männertruppe – wagen sich auf die Förde. Bei leichtem Gegenwind und Wellen von vorn ist das Ziel Kitzeberg bald erreicht. Nach kurzer Rast paddeln wir weiter: Am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort soll heute unser Umkehrpunkt sein, ehe es mit Rückenwind zurück geht!
(i. V. Dirk Schadte)
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| 28. April Endlich – das erste Mal Mittwochsförde in diesem Jahr! Zusammen mit "meiner" siebenköpfigen Herrenmannschaft geht’s hinunter auf den friedlich-ruhigen Hafen. Einige Segler tummeln sich im Abendlicht. Am Kitzeberger Strand sind die ersten Picknickdecken zu erkennen. (Bald werden auch wir hier wieder unsere Boote verlassen und uns eine gemütliche Pause an Land gönnen.) Ja, er ist schon schön, der Sommer zwischen Förde und Schwentine! Und so sind wir heute auch nicht die Einzigen, die hier unterwegs sind: Insgesamt 19 Boote sind aus Klausdorf gestartet. Ganz zu schweigen von all den Paddlern und Ruderern, welche uns auf unserer Tour begegnen… Und der "Lisco Gloria", die gerade die Leinen losmacht, als wir Richtung Hafen abbiegen!
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Ganz schön dumm gelaufen! Ich habe Andrea versprochen, heute einen Beitrag über das Mittwochspaddeln zu schreiben. Aber von den Fördepaddlern hat niemend einen Fotoapparat dabei. Deshalb gibt es kein Foto, wie acht Paddler auf der Schwentin paddeln, kein Foto, wie wir die Bootsrutsche hinuntergleiten und gegen die Wellen auf der Förde ankämpfen. Ebenso ist nicht zu sehen, wie stark der Wind und wie giftig die Wellen auf der Kieler Förde sind. Man sieht auch nicht, dass niemand auf den Liegestühlen unter den Stroh-Sonnenschirmen der SEEBAR liegt und dass die Sonne lange Zeit scheint.
Nachdem wir uns gegen einen guten vierer Wind in die Wik vorgekämpft haben, geht es mit Wind von achtern zurück in die Schwentinemündung. Leider sind die Wellen nicht so groß, dass man ordentlich auf ihnen surfen kann. Wir haben auf der Rückfahrt natürlich das Gefühl, dass der Wind stark nachgelassen hat.
Übrigens auch auf keinem Bild zu sehen ist die Abschlussrolle vor dem Klausdorfer Steg. Schade!
(i. V. Kolbsche)
| 14. April Wohl dem, der einen Trockenanzug besitzt… Pünktlich mit dem Erreichen der Schwentinemündung setzt sich dieser Gedanke heute in mir fest. Die Sonne lacht – trügerisch, denn noch immer ist das Wasser bitterkalt. Ich sehe zu Hause ins Fahrtenbuch: am 21. Oktober vergangenen Jahres war ich das letzte Mal auf der Förde. Nächsten Mittwoch habe ich also Halbjähriges in Sachen Förde-Abstinenz. (Wie gut in dieser Hinsicht, dass ich am 21. April nicht zum Paddeln kommen kann!) Der Abstinenz etwas Gutes abgewinnen? Ja, das kann ich wohl – nach der heutigen Natur-bilanz zwischen Wellingdorf und Oppendorf: eine Kröte, eine sich sonnende Bisamratte, eine wasserlustige Natter, ein Eisvogel, eine Schildkröte und jede Menge turtelnder Wasservögel begleiten uns.
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| 7. April Bei schönem, warmem Frühlingswetter sind heute 15 Paddler gekommen. Sowohl "alte Hasen" wie auch Kanuten, die erst seit kurzem das Paddeln für sich entdeckt haben, genießen den Sonnenschein auf dem Wasser. Das Thema Temperaturen lässt uns immer noch nicht los! Zwar ist es auf der Schwentine im Windschatten schön warm, die Kieler Förde hat heute aber nur knapp 4 °C. Deshalb kehren elf Leute in Wellingdorf um. Zu viert fahren wir weiter auf die Förde. Dort treffen wir in Höhe Möltenort einige Paddler von der Kanu-Vereinigung Kiel (KVK), mit denen wir – bei einem netten Plausch – einen Teil der Rückfahrt unternehmen. Gegen viertel nach acht sind wir dann zurück. (i. V. Kolbsche) |
| 31. März Blauer Himmel, Sonne, sich grün färbende Weiden – das „es wird Sommer“-Thema ist inzwischen an dieser Stelle doch etwas abgenutzt. Widmen wir uns heute zur Abwechslung mal unserem Etappenziel Wellingdorf: Die Umgestaltung der Schwentinemündung (--> ich vermisse schon jetzt all das Gebüsch, in welches man Dank der Strömung so prima hineintreiben konnte, während man im Winter eigentlich nur ganz gemütlich seinen Becher heißen Tee genießen wollte…) schreitet voran. Erde, Steine, Sand und Bagger säumen das „neue Ufer“. Schilder weisen uns dort, wo noch vor wenigen Wochen Bäume standen, auf die Gefahren des Mündungsbereichs hin…
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| 24. März Welch ein Gewusel am Steg! Mit dem Wetter geht’s nun steil bergauf und damit auch mit der Teilnehmerzahl der Mittwochs-touren: 15 Boote starten heute ab Klausdorf. Unterwegs werden die Schattenseiten des strengen Winters sichtbar: zahlreiche tote Wasservögel säumen unseren sonst sehr schönen Weg nach Wellingdorf, wo sich die Gruppe zum ersten Mal teilt. Fünf Paddler genießen die Abendsonne auf der Förde, der „Rest“ kehrt um. Sechs von uns nehmen ab Klausdorf noch den Kampf gegen die recht starke Strömung flussaufwärts auf sich. Drei von ihnen gewinnen den Kampf und paddeln bis zum Kraftwerk; die andere Hälfte (samt Bloggerin) verewigt sich im Fahrtenbuch mit dem Ziel „kurz vor Oppendorf“.
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| 17. März Endlich kein Schnee mehr! Paddeln ist nicht wirklich Wintersport. Die Temperaturen sind heute in den satten zweistelligen Bereich geklettert (10,5 °C). Der harte Kern der Mittwochspaddler ist wieder unterwegs und genießt die Frühlingsluft und das zunehmende Vogelgezwitscher. Ein Eisvogel schießt vorbei. Denn muss es wohl doch noch Winter sein.
Unsere Bloggerin fehlt heute leider. Gute Besserung, Andrea.
(i. V. Kolbsche)
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| 10. März Dass es sich bei den zehn Kanuten, die in der vergangenen Woche die Mittwochssaison eröffnet haben, nicht um bloße Anfangs-euphorie anlässlich des ersten Termins in diesem Jahr gehandelt hat, beweist der heutige Tag: Andreas und Thomas E. haben schon die erste Feierabendrunde auf dem Wasser hinter sich, als um 17 Uhr sieben weitere Unentwegte in die Boote steigen. Ohne Wind und leider dieses Mal auch ohne Sonne geht's zu neunt nach Wellingdorf. Während sich der Großteil hier vor der Rückfahrt eine Pause und einen Becher heißen Tee gönnt, erliegen Andreas und Olaf der „Verlockung Förde“, wenden ihre Kajaks Richtung Boots-rutsche und entschwinden zu einem Ausflug auf den Hafen…
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| 3. März Sommer! Naja, zugegebenermaßen ist der Weg zum Klausdorfer Steg noch immer mit verharschtem Schnee bedeckt. Wärmende Paddelpfötchen und bunte Kopfbedeckungen lassen erahnen, dass strahlend blauer Himmel und Sonnenschein lediglich erste Vorboten des (hoffentlich) nahenden Frühlings sind. Dennoch ist es inzwischen am Abend wieder hell genug, um gegen 17 Uhr zu einer Runde Wellingdorf und zurück zu starten: Für zehn wackere Kanuten hat heute die diesjährige Mittwochssaison – und damit eben doch irgendwie auch der Sommer – begonnen.
Auf ein schönes Paddeljahr!
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(Andrea C. Bayer)